Praxis Dr. med. Bludau

Innere / Allgemeinmedizin


Zusammenfassung des Standpunktpapiers : „Corona ins Verhältnis setzen“ 29.07.2021


https://www.unsere-grundrechte.de/wp-content/uploads/2021/07/Corona_ins_Verhaeltnis_setzen_Veroeffentlichungsversion_7-Juli-2021.pdf


Publiziert: von Ökonomen, Soziologen, Mathematikern, Ärzten, Juristen, Physikern und Künstlern aus Österreich und Deutschland am 7. Juli 2021


Der vorliegende Text ist eine hervorragende, wissenschaftlich belegte Übersicht über die aktuelle Corona-Pandemie. Menschen, die Fragen und/oder Zweifel haben, aber auch diejenigen, die der festen Überzeugung sind, dass uns der Virus fest im Griff hat, sollten sich mit diesem Artikel auseinandersetzen.


Im Folgenden möchte ich ein paar Highlights referieren, da sicherlich nicht alle Menschen die Zeit haben, die annähernd 70 Seiten zu lesen (Referenzen im Originaltext). Die gesamte folgende Information besteht aus Originalzitaten (Copy and Paste) aus dem referenziertem Text. Es ist eine höchst subjektive Sammlung, der mir am wesentlich erscheinenden Aussagen. Es ist eine Zusammenstellung der Kernaussagen der Autoren-Gruppe. Die Aussagen wurden nicht explizit im Einzelnen auf ihre Validität überprüft – entsprechen aber der Erfahrung des Autors bezüglich des tatsächlichen Sachverhalts.


Im Folgenden die Zitate:


Seite 11: In 92 untersuchten Ländern sterben jährlich bis zu 105.000 Kinder bis fünf Jahre an der Grippe. In Österreich starb dagegen bisher nur eine einzige Person unter 15 Jahren mit Covid-19.


Seite 15: Internationale Vergleiche zeigen, dass Länder ohne Lock down niedrigere Todeszahlen aufweisen als Länder mit hartem Lock down.


Seite 18: Die WHO reiht Covid-19 im Jahr 2020 mit 1,8 Millionen Toten an die sechste Stelle von Todesursachen, weit abgeschlagen hinter Thrombosen und Embolien, Herzinfarkt, Lungenkrankheiten, Infektionen der unteren Atemwege und Tod kurz nach der Geburt. Warum wird die Medienmaschine nicht gegen diese deutlich überrepräsentierten Erkrankungen aktiviert.


Seite 19: An Luftverschmutzung sterben in der EU jährlich 452.000 Menschen – an, mit oder in Zusammenhang mit Covid-19 hingegen im Jahr 2020 etwas weniger: 444.000.81. Müssten die Regierungen nicht ebenso viel gegen Luftverschmutzung tun wie gegen Covid-19?


Seite 21: Laut Unicef sind 168 Millionen Kinder seit fast einem Jahr ohne Unterricht. Zeitweilig waren 1,5 Milliarden Kinder von Schulschließungen betroffen.


Seite 22: Viele Menschen verzichten auf den Besuch der Ärzt*in aus Angst vor Ansteckung. In der Steiermark stieg die Zahl der Herzinfarkt-Toten im Frühjahr 2020 um 80 %. Einer Studie in 54 italienischen Krankenhäusern zufolge verdreifachte sich der Anteil tödlich verlaufener Herzinfarkte.


Seite 23: Der United Nations Fund schätzt, dass 12 Millionen Frauen durch Covid-19-Maßnahmen den Zugang zu Verhütungsmitteln verloren haben, was zu 1,4 Millionen ungewollten Schwangerschaften geführt haben könnte.
Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich im April 2020 mit über 570.000 auf ein Rekordhoch seit dem 2. Weltkrieg gestiegen. Weltweit sind durch die Covid-19-Maßnahmen laut UNO 47 Millionen Arbeitsplätze bedroht.
Obdachlosigkeit: In Österreich droht 17.000 Menschen die Delogierung, nachdem die Mietstundungen infolge der Corona-Krise nun im Frühling 2021 auslaufen.
Laut IG Freie Musikschaffende könnten bis zu 22.000 Musiker*innen ihre Lebenskosten nicht mehr decken.


Seite 24: Während Insolvenzen 2020 mit Staatshilfen und der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht verschleppt wurden, könnten sie sich 2021 in Deutschland verdoppeln.
Bis Anfang Dezember kosteten die Coronahilfen in Österreich 27 Milliarden Euro.
Die Staatsschulden in der EU sind von 79,2 % des BIP auf 93,9 % hochgeschnellt – um 15 % in einem Jahr.
In Italien stieg die Zahl der Menschen in Armut 2020 um eine Million Menschen. Infolge der Corona-Schutzmaßnahmen sind allein in Lateinamerika 45 Millionen Menschen in die Armut abgerutscht.
Das Welternährungsprogramm befürchtete bis Ende 2020 aufgrund der Lockdowns zusätzlich 121 Millionen hungernde Menschen. 370 Millionen Kinder verpassten aufgrund von Covid-19-bedingten Schulschließungen im Durchschnitt rund 40 % ihrer Schulmahlzeiten.


Seite 28: Zwischen Anfang 2020 und 2021 hat sich das Vertrauen in die österreichische Demokratie und politische Kultur halbiert, beschreibt das durchführende „market-Institut“.
Der deutsche Ethik-Rat schrieb schon im Frühjahr 2020: „Wenn die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und psychosozialen Schäden überwiegen, endet die Legitimität der Strategie“
Im Dezember 2020 schrieb Leopoldina-Mitglied Michael Esfeld: „Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, gemäß denen die verlorenen Lebensjahre den maximal erreichbaren Nutzen geretteter Lebensjahre um ein Vielfaches übersteigen werden.
Anfang 2021 unterstützten laut einer Gallup-Umfrage 35 % der Bevölkerung die Demonstrationen gegen die Maßnahmen der Regierungen – es ist eine haarsträubende Fehlanalyse und Massendiffamierung, ein Drittel der Bevölkerung mit Rechtsextremen zu assoziieren.
Der Soziologe Maurizio Bach schlussfolgert: „An die Stelle von Meinungsaustausch, Interessenvermittlung und Kompromissfindung, den Grundmechanismen liberalen Demokratien, tritt dann das Postulat der fundamentalen Alternativlosigkeit, was die von Regierungsseite getroffenen Entscheidungen betrifft, sowie massiver Konformitätsdruck. Damit ist der Weg in einen autoritären Politikstil vorgezeichnet.“


Seite 31: Besorgniserregend ist des Weiteren, dass monopolistische private Internetplattformen wie Youtube und Facebook die Meinungsfreiheit gezielt und massiv beschneiden. Laut V-Dem-Bericht der Universität Göteborg haben im Covid-19-Jahr 2020 mehr als 70 Staaten die Medienfreiheit beschnitten. Die UNO warnte bereits im März 2020: „Restriktive Maßnahmen zur Eindämmung des Virus müssen in der Verfolgung legitimer Public-Health-Ziele begründet sein und dürfen nicht dazu benützt werden, um einfach Dissens zu unterdrücken.


Seite 32: „Dass einer der bisher meist zitierten und damit anerkanntesten Gesundheitswissenschaftler, Prof. John Ioannidis, plötzlich als „umstritten“ bezeichnet wird, während Christian Drosten als nicht zu hinterfragende Autorität gilt, liefert den Beweis“ für eine regimetreu Berichterstattung der Fakten-checker (zusammengefasst vom Autor).


Seite 33: Die WHO gab für Covid-19 anfangs eine Mortalität von 3,4 % aus. Das wäre der Faktor 34 gegenüber der Grippe: ein Schreckensszenario, das weltweit laut und bedrohlich durch die Medien ging. Eine der ersten empirischen Untersuchungen, durchgeführt von einem Team um den Virologen Hendrik Streeck, kam für die Gemeinde Gangelt auf 0,37 % Mortalität – hoch geschätzt. Eine frühe Studie zu Wuhan kam auf 0,04 bis 0,1%. Professor John Ioannidis von der Universität Stanford bezifferte sie in einer frühen Untersuchung mit 0,125 %, in einer weiteren im Oktober 2020 auf 0,23% und in einer dritten, verbesserten Anfang 2021 auf 0,15% – das sind von der Grippe nicht weit entfernte Werte. Ungeachtet dieser Erkenntnisse sprach Christian Drosten noch im September 2020 von einem Faktor 16 gegenüber der Grippe, auf Basis einer einzigen (!) Studie aus den USA.
Eine der größten Wunderlichkeiten der gesamten Corona-Situation bestand und besteht darin, dass die Zählungen von Toten nicht zwischen an und mit Covid-19 Verstorbenen unterscheiden. Während bisher galt, dass diejenige Krankheit, die (auch bei vorliegender Multimorbidität) am ehesten als Todesursache anzusehen war, in der Todesurkunde als Todesursache angegeben wurde – und im Zweifelsfall diejenige, derentwegen eine Person ins Krankenhaus eingeliefert wurde – ging im Falle von Covid-19 ein Land nach dem anderen dazu über, bei all jenen Verstorbenen Covid-19 als Todesursache anzugeben, „die bis zu vier Wochen vor Todeszeitpunkt positiv getestet worden sind, auch wenn eine Covid-19-Erkrankung nicht ursächlich für den Tod gewesen war“.


Seite 35: Wenn die Übersterblichkeit nicht in absoluten Zahlen zu den Vorjahren verglichen wird (dann liegt eine leichte Übersterblichkeit vor), sondern der demographische Zuwachs von Menschen in den hohen Altersstufen berücksichtigt wird, dann gab es in Ländern wie Deutschland oder Österreich gar keine Übersterblichkeit.


Seite 37: Die Situation mit einer Inzidenz von 140 wird in Deutschland von der Politik als Katastrophe gedeutet, die radikale Lockdowns und Ausgangssperren notwendig mache. Der ehemalige Präsident der Berliner Ärztekammer, Ellis Huber, kommentiert: „Diese Inzidenz bedeutet, dass in einer Stadt mit 10.000 Einwohnern täglich zwei Infektionen und in einem Dorf mit 1.400 Einwohnern zwei Infektionen pro Woche gemessen werden. Nun müssen wir gucken, warum und wo sind Infektionsrisiken entstanden, wie leben die Betroffenen und wen könnten sie weiter infizieren. Das Risiko dafür liegt ebenfalls bei etwa zwei Menschen pro Tag bzw. Woche. Ist der Ausbruch Ergebnis positiver Messungen in einem Pflegeheim, nutzen Ausgangssperren für 9.998 Einwohner nichts. Ist ein Unternehmen betroffen oder ein Kindergarten, braucht es spezifische Maßnahmen.“


Seite 38: Ein weiteres auffälliges Kapitel ist die „Testitis“. Die Kontroverse beginnt mit äußerst merkwürdigen chronologischen Fakten über den von Christian Drosten entwickelten PCR-Test. Nur wenige Tage, nachdem die DNA des Virus von chinesischen Expert*innen bekannt gegeben wurde, hatte der Virologe der Berliner Charité schon das Protokoll. An diesem wurden von einem 22-köpfigen interdisziplinären Expert*innen-Team zehn gravierende Fehler bemängelt.


Seite 39: Bei geringem Infektionsgeschehen sinkt der Anteil der Infizierten an den Getesteten, was die Irrtumswahrscheinlichkeit der Tests erhöht. Von 60 positiven Testergebnissen eines Augsburger Labors wurden im Nachhinein 58 als falsch positiv erkannt.


Viel dramatischer ist dagegen das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität Duisburg-Essen. Diese kommt nach der Überprüfung von 190.000 PCR-Testergebnissen zu dem Schluss, dass 50 bis 75% der Getesteten mit positivem Testergebnis aufgrund der geringen Viruslast „nicht ansteckend“ waren.
Auch der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) ist der Ansicht, PCR-Flächentests aller Bürger seien „weder medizinisch angemessen noch epidemiologisch effektiv, sondern letztlich eine nicht notwendige Verschwendung von Finanzmitteln“.
Eine Studie aus Katar an 130.000 Probanden kommt auf ein Neuerkrankungsrisiko von 0,02 %.


Seite 39/40: Eine Studie der Universität Innsbruck in Ischgl hat ergeben, dass die Zahl der Antikörper selbst nach einem Jahr nur sehr leicht zurückgegangen ist: „Wer genesen ist, ist auch immun“, kommentiert Leiter Florian Deisenhammer die Studie.


Seite 41: Einige Studien ergaben, dass die gegen Covid-19 wirksamen Gedächtniszellen nach sechs Monaten in höherer Konzentration vorlagen. … Studien über einen längeren Zeitraum gibt es zum SARS-1-Coronavirus aus dem Jahr 2002. In diesen waren T-Zellen auch 17 Jahre nach der Infektion noch nachweisbar. Umso bedenklicher ist es, dass die bisher zugelassenen Impfungen gegen SARS-CoV-2 vorrangig auf die Induktion vergleichsweise kurzlebiger Antikörper abzielen, was dazu führt, dass die Impfung voraussichtlich alle 6 bis 9 Monate wiederholt werden muss – das sind in 17 Jahren bis zu 34 Mal.
Ein weiterer Aspekt, der für die Stärke des menschlichen Immunsystems spricht, ist die Tatsache, dass manche Immunzellen, die noch gar keinen Kontakt mit dem SARS-CoV-2 Virus hatten, das Virus erkennen – das deutet auf Kreuzimmunität hin. Diese wiederum könnte eine wichtige Ursache dafür sein, warum bis zu 80 % der Infektionen asymptomatisch verlaufen.


Seite 42: Wer Gedächtniszellen hat, braucht weder eine Impfung noch jemals wieder einen PCR-Test. Bedauerlicherweise wird auf die „zelluläre Immunität“ aber nicht getestet.


Seite 43: Entgegen dem Horrorbild eines „Killervirus“ oder einer „Killer Flu“ fällt die Wirkung von SARS-CoV-2 je nach Altersstufe (Sterberisiko zwischen 0,00 % und > 25 %), Risikogruppe (Multimorbidität, Pflegeheime), Region (Bergamo, Bronx) und sozialer Schicht extrem unterschiedlich aus.
Einer chinesischen Studie zufolge verdoppelt sich das Sterberisiko bei hoher Luftverschmutzung. Warum wollen uns die Regierungen dann aber nur vor Covid-19 bewahren, jedoch nicht vor (Alters-) Armut oder Luftverschmutzung?
In Deutschland wurden aber zwischen 1998 und 2018 insgesamt 73.200 Krankenhausbetten rückgebaut, von 571.600 auf 498.400. In Österreich verringerte sich laut BMSGPK die Zahl der Krankenhausbetten zwischen 2010 und 2019 in absoluten Zahlen von 64.008 auf 63.838 und in relativen Zahlen von 7,66 Betten je 1000 Einwohner* innen auf 7,19. Interessant ist, dass die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in Deutschland von 30.677 am 1. Juni 2020 bis Jahresende auf 23.801 Betten zurückging – ein Rückgang um 22 %.
Der Bericht des deutschen Bundesrechnungshofes vom 9. Juni 2021: „Die Auslastung von Krankenhausbetten insgesamt sank von 75,1 % im Jahr 2019 auf 67,3 % im Jahr 2020 [um acht % punkte], die der Intensivstationen von 69,6 % auf 68,6 %. Die Auslastung der Intensivbetten mit Patientinnen und Patienten, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, betrug im Jahr 2020 durchschnittlich 4 %.


Seite 47: Die auf wissenschaftlichen Methoden basierende Wahrscheinlichkeit, dass das Virus einen natürlichen – zoonotischen – Ursprung hat, liege bei 0,2%, hingegen jene des Entkommens aus dem Labor durch Unachtsamkeit bei 99,8%.


Die Johns Hopkins University: Die Universität ist privat finanziert, das Corona-Dashboard führt ein Institut mit ursprünglich militärischer Ausrichtung: Es wurde 1998 als Center for Civilian Biodefense Studies gegründet. Dieses Institut hielt seit 1999 mehrere höchstkarätige militärische Übungen zu bioterroristischen Anschlägen ab, um Regierungen, aber auch Medien auf terrorinduzierte Pandemien vorzubereiten und eine international konzertierte Vorgangsweise zu planen.


Seite 49: Die letzte Frage in diesem Abschnitt lautet, warum die WHO 2005 die Einteilung der Pandemie-Phasen grundlegend überarbeitet hat. War die „Pandemie-Phase“ bis 2005 noch in vier Stufen unterteilt – 1. mehrere Länder, 2. mehrere Regionen, 3. Abklingen in Ursprungsländern, aber nicht in anderen Ländern, 4. neue Welle –, gibt es seit 2005 nur noch eine einzige Stufe: „erhöhte und anhaltende Übertragung in allgemeiner Bevölkerung“.


Seite 50: Die derzeit verwendeten Covid-19-Impfstoffe wurden in beschleunigten („teleskopierten“) Studien entwickelt und schon lange vor Abschluss der Studien von der Europäischen Arzneimittel- Agentur EMA „bedingt“ zugelassen. Die Impfstoffe können schwere Krankheitsverläufe abmildern und Todesfälle verhindern. Die absolute Risikoverringerung (ARR) in der Bevölkerung ist jedoch wegen des niedrigen Erkrankungsrisikos gering und beträgt 0,84 bis 1,3 %. Zur Verhinderung eines Covid-19-Todesfalls müssen vermutlich viele zehntausend Menschen geimpft werden.


Seite 51: Der Virologe Alexander Kekulé erklärte im Mai 2021 gegenüber dem mdr, dass man noch nie eine Pandemie durch Impfung beendet und einen Impfstoff, der auf einem neuen Wirkprinzip beruhe, global in allen Altersklassen eingesetzt habe; er bezeichnete die Impfkampagne als „Weltexperiment“ und sprach sich gegen die Impfung von Kindern aus.


Seite 52: In vielen Ländern „wurden“ die Militärausgaben erhöht: Die Verteidigungsausgaben der europäischen NATO-Staaten stiegen 2020 um 2 %. Deutschland erhöhte seine Militärausgaben sogar um 5,2 %, während das BIP gegengleich um 5,0 % schrumpfte.


Seite 54: Es ist die Paradoxie der derzeitigen Krise: Einerseits gibt man vor, die Bevölkerung durch mechanistische Maßnahmen wie Lockdowns vor SARS-CoV-2 schützen zu wollen, andererseits sind es gerade diese Maßnahmen, die durch ihr chronisches psychisches Belastungspotenzial die Gefahr erhöhen, sich aufgrund stressbedingter Immunsuppression zu infizieren und möglicherweise schwer an Covid-19 zu erkranken.
Wenn Bill Gates davon spricht, dass „wir sieben Milliarden Menschen impfen werden“, geht er offenbar davon aus, dass kein einziger Mensch ein Immunsystem hat, das mit dem Virus zurechtkommt. Bei 80 % asymptomatisch Erkrankten ist das ein klarer Fehlschluss. (Anmerkung des Autors: Vielleicht hat das was mit seiner Erfahrung bei Microsoft/Windows zu tun ;-))?!
Der kulturelle Hintergrund ist, dass unsere Kultur das würdevolle Sterben teilweise verlernt hat und die Verlängerung des Lebens mit Hilfe der Apparate- und Intensivmedizin mithin zum Selbstzweck geworden ist.
Für uns ist die Frage „Wie möchte ich sterben?“ untrennbarer Teil der Frage „Wie möchte ich leben?“ Das nicht nur, weil die Natur uns ständig zeigt, dass Leben und Sterben, Werden und Vergehen einen großen Kreislauf und eine Einheit bilden, sondern auch weil wir Würde haben.


Seite 60: Im Geist der Ottawa-Charta, die von den Bundesrepubliken Deutschland und Österreich als WHO-Mitglieder mitverabschiedet wurde, schlagen wir einen dritten Weg zwischen „Lockdown“ und „Laufenlassen“ vor.


Es folgen konstruktive Vorschläge, die im Einzelnen diskutiert werden sollten – hier jedoch nicht mehr referiert werden. Der interessierte Leser möchte sich bitte auf das Originaldokument konzentrieren.
Mit dem Wunsch, Interesse an dieser hervorragenden Arbeit hervorgerufen zu haben, wünsche ich all meinen geneigten Lesern ein gesundes Jahr 2021/2022
Ihr
Dr. med. Hans-Bernd Bludau
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Offener Brief an Die Linke und Die Grünen

von Kathrin Börjes und Hans-Bernd Bludau, Fuerteventura 06.06.2020


Sehr geehrte Frau Wagenknecht, sehr geehrter Herr Habeck,


mit 33 Jahren verstehe ich mich als Produkt des Jahrhundertwechsels. Aufgewachsen auf einem
Selbstversorgerbauernhof und trotzdem begleitet von Internet und Social Media fühle ich mich als eine
erwachsene Frau mit klarem und wachem Verstand. Als langjährige Arzthelferin in der Schulmedizin als auch in
der Naturheilmedizin tätig erlebe ich mich als ausreichend kompetent, um mir ein eigenes Bild der aktuellen
Situation machen zu dürfen.
Mit 56 Jahren zähle ich mich noch zu den ausklingenden „60igern“, für die Kritik und Widerstand, aber auch
autonomes Denken, Pflicht war. Als promovierter Internist mit langjähriger Erfahrung in Praxis und Forschung
empfinde auch ich mich als kompetent, mir ein eigenes Bild der aktuellen Situation machen zu dürfen.


Aber wir, Kathrin Börjes und Dr. med. Hans-Bernd Bludau verstehen die aktuelle Situation nicht!
Zudem sehen wir tagtäglich, dass wir durchaus nicht alleine sind. Hunderte von Fachkollegen aus der Medizin
und anderen wissenschaftlichen Disziplinen können die aktuelle Situation nicht nachvollziehen.


Was passiert in Deutschland, in Europa, in dieser, unserer Welt?
Was passiert mit den von uns gewählten Volksvertretern?


Seit Wochen und Monaten werden wir mit Zahlen bombardiert und mit Maßnahmen drangsaliert, die unsere
grundgesetzlichen Rechte mit Füßen treten und unsere letzten familiären und sozialen Bindungen sprengen. Wir
erleben Situationen in denen Nachbarn/Patienten Angst vor uns haben, was gerade in der Medizin absolut
kontraproduktiv ist. Wir müssen die Menschen berühren und erfühlen (Untersuchung).
Und dabei gab es bereits vor der sogenannten „Corona-Krise“ ausreichend wissenschaftliche Informationen,
welche die aktuellen Ereignisse hinreichend als normal beschrieben (Siehe Iuliano et al. 20181: Es ist mit
350.000-650.000 jährlichen Toten an Influenza assoziierten, respiratorischen Toten zu rechnen)!
Daneben sind natürlich all die Wissenschaftler zu nennen, die unterdessen auf diesen unglaublichen globalen
Zustand aufmerksam gemacht haben, aber in der weltweiten Presse keine Stimme bzw. Resonanz finden.
Stellvertretend sei hier Professor Ioannidis2 genannt, der auf die völlig insuffiziente Datenlage hinweist: „range
von 3-300“, auf deren Basis Politik gemacht wird! „Covid-19, has been called a once-in-a-century pandemic.
But it may also be a once-in-a-century evidence fiasco. We are making decisions without relyable data“.
Betrachten Sie bitte auch die hervorragenden Artikel von Heidi Ledford3, die unter anderem auch auf mögliche
iatrogene Faktoren bei der Gesamtmortalität hinweist. Allein die möglichen Implikationen durch eine
prophylaktische Gabe von Hydroxychloroquine (In Spanien werden laut der SEMI4 85,7% der COVID-19-
Patienten mit diesem Medikament behandelt!) ist wegen der häufigsten genetischen Erkrankung der Menschheit
(Favismus) nicht vorhersehbar5!


Aber all dies sind Nebenschauplätze.


Die eigentlichen Fragen, die wir beide uns stellen sind:
Was passiert denn gerade mit unserer politischen Kultur?
Wo ist unsere Demokratie?
Wo sind unsere Volksvertreter?
Was macht Ihr mit unseren Eltern?
Was tut Ihr unseren Kindern an?
Warum zerstört Ihr unsere Volkswirtschaft?
Warum nehmt Ihr uns unsere Freiheit?
Warum legt Ihr uns einen Maulkorb an?
Habt Ihr kein Internet?? Seht Ihr nicht die massenhaften Kommentare und Stellungnahmen ernstzunehmender
Fachleute?
Wo ist der grüne und linke Kampfgeist?
Warum sind alle offiziellen Medien gleichgeschaltet?
Warum gibt es keine adäquate Opposition mehr?


Um des Humanismus Willen, warum überlasst Ihr es allein den Braunen in Deutschland und den Blauen in
Österreich die Realität auszusprechen?
Welche säkulare Chance lasst Ihr Euch entgehen?


Selbst einige Bischöfe haben aktuell mehr Zivilcourage, als unsere Linke und unsere Grünen! Zumindest die
Kirche scheint von 1936 gelernt zu haben!

Was ist denn aus dem Gang durch die Institutionen geworden?
„Militärische Souveränität!“ Originalton eines Joschka Fischers in der TAZ!
Wo sind wir? Wer sind wir?


Oder viel wichtiger: Wer wollen wir sein?!


Schauen wir uns doch einfach mal die Fakten an:
Laut RKI haben wir dieses Jahr nur ca. 25 % der zu erwartenden, vorjährigen Influenzatoten (1.674 versus 434 –
die 25.000 sind Hochrechnungen und Schätzwerte – diese Kalkulation überlassen wir dieses Jahr gerne Ihnen).
Dem gegenüber stehen die 350.000-650.000 Toten weltweit, jährlich1.
Das bedeutet 850-1825 Tote täglich durch Influenza assoziierte respiratorische Mortalität aufs Jahr betrachtet.
Unglücklicherweise ist die Grippe eine saisonale Erkrankung, bedeutet Sie müssen die Gesamttodeszahl pro Jahr
innerhalb von drei bis vier Monaten zusammen bekommen: Also: 6-8.000 Tote pro Tag in 3-4 Monaten.


Nun nehmen Sie ein Gesundheitssystem wie:
Italien 1 Intensivbett auf ca. 11.000 Menschen.
Spanien 1 Intensivbett auf ca. 8.000 Menschen
und vergleichen dies mit
Deutschland 1 Intensivbett auf ca. 3000 Menschen.
Multiplizieren Sie nun dies mit den nosokomialen Infektionen und der saisonalen Auslastung (95-98% in den
Wintermonaten in Spanien und Italien). Nun addieren Sie noch ein paar iatrogene Todesfälle durch Überlastung
oder Fehlbehandlung (CAVE: Favismus3, 5) hinzu, so kommen sie direkt auf die aktuellen ca. 320.000 Toten
(Stand 02.06.2020). Damit liegen Sie weiterhin an der unteren Grenze der zu erwartenden Influenza assoziierten,
respiratorischen Mortalität!


Warum die Hotspots? Spanien, Italien, England und New York?
Eigentlich ganz einfach. Sie haben bestimmt schon von Herrn Rolf Dobelli7 und der Heuristik- und Bias-
Literatur8 gehört. Hier werden auf einfache und verständliche Weise menschliche Entscheidungsprozesse und
daraus resultierende Handlungen beschrieben, die zu unserem alltäglichen Leben gehören. Die Kernaussage
Dobellis ist, dass unsere vermeintlich rationalen Entscheidungen häufig auf archaischen Mustern basieren und
nicht unbedingt dem „langsamen Denken“ eines Daniel Kahnemans8 folgen. (Sollten sich Ihnen Fragen dazu
stellen, können wir gerne detaillierter darauf eingehen)


Was ist die Konsequenz?


Das Wichtigste was wir jetzt brauchen ist eine totale Exit-Strategie!


Wie können unsere aktuellen Politiker anerkennen und öffentlich proklamieren, dass alles nur eine alljährliche
grippale Infektion war?
Prof. Streeck aus Bonn hat es bereits gezeigt, dass die Infektionen mit dem Coronavirus sich in Bezug auf
Prävalenz und Mortalität in die allgemeine Grippesaison einordnen.
Die Grippe ist eine Erkrankung der kalten Monate. Die nächste Welle kommt im kommenden Winter, in der
kalten Zeit.


Und was machen wir dann? Wieder alles zu?


Professor Püschel (Hamburg) hat ebenfalls eindrücklich gezeigt, dass Corona nicht mehr als eine der jährlichen
Grippeviren ist!
– und es fehlt an Politikern, die dies ehrlich artikulieren!


Ja, es fehlt an Ehrlichkeit! Und an dem Mut dies auszusprechen!
Wir würden uns dies von den Linken und den Grünen wünschen!
Dabei muss eingeräumt werden, dass Sie, Frau Wagenknecht, sich ja bereits vorsichtig kritisch zu Wort melden.
Ganz im Gegensatz zu der grünen Fraktion!
Allerdings ist es in Anbetracht der realen Sachlage, unserer Meinung nach, längst nicht genug!


Hier geht es um unsere Grundrechte!
Um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit!
Hier geht es um Autonomie!
Und auch, verzeihen Sie, um die bislang reale Bedrohung der Lebenden durch den Tod.
Themen, die den Grünen wie den Linken attribuiert werden, aber vor allem von den Grünen aktuell gar nicht
adressiert werden!


Wie oben erwähnt, bitten wir Sie einfach „langsam zu denken“!
Verfallen Sie nicht dem weltweiten Aktionismus und melden Sie sich bitte zu Wort!
Stehen sie für Ihr Programm ein!
Schützen Sie die Demokratie!
Seien Sie ehrlich!
Hören Sie auch die Gegenstimmen – es werden immer mehr!


Mit hoffnungsvollen Grüßen an unsere Volksvertreter


Ihre
Kathrin Börjes und
Hans-Bernd Bludau

 


Literatur
1. Iuliano AD, Roguski KM, Chang HH et al. Volume 391, Issue 10127, 31 March–6 April 2018, Pages 1285-
1300
2. Ioannidis: https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takeshold-
we-are-making-decisions-without-reliable-data/ 05.06.2020
3. Ledford, H. 2020: How does COVID-19 kill? Uncertainty is hampering doctors’ ability to choose treatments.
Nature 580, 311-312 (2020). doi: 10.1038/d41586-020-01056-7
4. Sociedad Española de Medicina Interna (SEMI): Resultados preliminares del primer gran registro clínico
nacional multicéntrico sobre COVID-19. https://www.fesemi.org/informacion/prensa/semi/la-sociedad-espanolade-
medicina-interna-publica-los-resultados-preliminares 04.06.2020
5. Bludau HB. 2020: Hydroxychloroquine, Chloroquine and Favism. Rapid response:
https://www.bmj.com/content/369/bmj.m2018/rr-2 04.06.2020
6. Fischer, Joschka https://taz.de/Joschka-Fischer-ueber-Corona-Krise/!5675233/ 04.06.2020
7. Dobelli R. Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen
8. Daniel Kahneman Thinking, Fast and Slow. Macmillan 2011. ISBN 978-1-4299-6935-2.

 

Wir neigen dazu, den Aussagen von sogenannten Autoritäten besondere Bedeutung beizumessen und dabei unser eigenes Denken einen Gang zurückzuschalten. Man nennt diese Falle „Authority Bias“, Autoritätsgläubigkeit oder auch Obrigkeitsdenken. In unserer Kindheit folgen wir dem Rat und den Anweisungen von Eltern und Lehrern, später sind es Vorgesetzte oder eben Menschen mit besonderer Expertise aufgrund von Erfahrung oder Forschung. Das Autoritätsargument „Der Wissenschaftler X / die Expertin Y / der Leiter von Z hat gesagt…“ wird in einer Diskussion auch dann gerne benutzt, wenn der Sprecher selbst keine Argumente mehr hat oder die Diskussion in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.
Heute ist es wichtiger denn je, dass Sie sich Ihr kritisches Denken bewahren – denn auch angebliche Experten können irren. Und Menschen in einer hierarchisch höheren Position haben wegen dieser nicht automatisch Recht. Die weltweit hitzig geführte Debatte um „Fake News“ macht klar, dass es immer wichtiger wird, die unzähligen Informationen, die uns ständig erreichen, zu überblicken, zu filtern, zu hinterfragen und richtig einzuordnen, bevor wir sie als wahr einstufen und weiterverbreiten!
Man kann kritisches Denken trainieren und so den Einfluss des Authority Bias, dem wir alle mehr oder weniger oft auf den Leim gehen, mindern. 
Bevor man Entscheidungen trifft oder Informationen als Wahrheit weitergibt, sollte man sie in Ruhe prüfen: Hat dieser Experte auf Gebiet A auch fundierte Kenntnisse auf Gebiet B? Gibt es weitere Experten, die eine andere Meinung vertreten? Und wer zieht Nutzen daraus? Durch dieses Hinterfragen lernt man, Fakten von Fake News zu unterscheiden, die richtigen Schlüsse zu ziehen, seine eigene Meinung zu bilden und daraufhin Entscheidungen zu treffen. Und schon nehmen wir die Aussagen einer Autoritätsperson nicht mehr einfach so hin.

 

Dr. med. Hans-Bernd Bludau
Dr. med. Sergej Jargin
Die Welt hat sich wegen der Coronavirus Krankheit (COVID-19) verändert. Die Gesundheitssysteme einiger Länder stehen unter Druck; viele Staaten haben ihre Grenzen verschlossen, die Industrie ist teilweise zum Stillstand gebracht worden. Eines der Argumente zugunsten der strengen Massnahmen ist die angebliche Effizienz der Volksrepublik China sowie deren Nachbarländer. Die optimistischen Prognosen wie „COVID-19 in China kann bald zu Ende kommen“ [1] erscheinen allerdings fraglich. Die strengen Massnahmen können Rebound-Effekte zur Folge haben. Kaum jemand möchte in die Quarantäne gehen – weder allein noch samt Mitbewohnern. Respiratorische Symptome können hinter einer Maske versteckt werden. Angesichts der strengen Massnahmen werden immer mehr Menschen Atemwegsbeschwerden verheimlichen, insbesondere in den Regionen, wo die Arbeit oder andere Freiluftaktivitäten für das Überleben notwendig sind. In einigen übervölkerten Regionen ist eine effiziente soziale Distanzierung kaum zu erreichen. Darüber hinaus hat wahrscheinlich ein Teil der chinesischen Bevölkerung die Immunität gegen bestimmte Coronaviridae, welche in der Region endemisch sind und ein Reservoir in der Tierwelt haben [2]. Dies ist eine der möglichen Erklärungen für die höhere Letalität von COVID-19 in Italien (7,2%) im Vergleich mit China (2,3%) sowie für den hohen Prozentsatz asymptomatischer Träger in China: etwa vier aus fünf SARS-CoV-2-Infektionen verursachten dort angeblich keine Erkrankung [4,5]. Die COVID-19 scheint als Todesursache überschätzt zu werden. Wenn die Anzahl der Todesfälle diskutiert wird, bleibt die Grundmortalität in entsprechendem Land oft ausser Acht. Das Durchschnittsalter der in Italien verstorbenen COVID-19-Patienten betrug angeblich 81 Jahre, von denen über zwei Drittel an Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs litten bzw. ehemalige Raucher waren [6]. „Gestorben mit COVID-19“ ist nicht dasselbe wie „gestorben an COVID-19“. Wie oben erwähnt, kann ein SARS-CoV-2-Träger asymptomatisch sein [5,7]. Infizierte symptomfreie Individuen können das Virus länger als zwei Wochen streuen. Die Virusübertragung kann auch während einer asymptomatischen Inkubationszeit erfolgen [2]. Die Einstufung aller Verstorbenen mit positiven SARS-CoV-2-Testergebnissen als COVID-19-Opfer resultierte offenbar in eine Überschätzung der COVID-19-Letalität in Italien [4]. In der Realität haben auch andere Krankheitszustände zum Tode geführt. Unter solchen Umständen können regelmässig durchgeführte Obduktionen zu einer genaueren Todesursachenstatistik und somit zu einer realistischen Letalitätseinschätzung beitragen. Es gibt keine Gründe anzunehmen, dass die Risiken für das Leichenhallenpersonal höher seien als in den klinischen Abteilungen. Die Sicherheitsvorkehrungen müssen daher angemessen sein. In COVID-19-Fällen können die Lungen und andere Organe das Virus enthalten. Insbesondere bei Vorgängen, die mit Erzeugung von Aerosolen (Spritzern) einhergehen, müssen zusätzliche Atemschutzmassregeln ergriffen werden. Oszillierende Sägen mit Vakuum-Ansaugsystemen sind von Vorteil. Die Desinfektion- und Abfallentsorgungsabläufe, die bei anderen Infektionen mit ähnlichem Übertragungsmechanismus (Influenza, Tuberkulose) gebräuchlich sind, müssen auch bei COVID-19 verwendet werden [8,9]. Nach Ansicht der Autoren sind die Empfehlungen, die Obduktionen von Verstorbenen mit Verdacht auf COVID-19 zu unterlassen, unbegründet.
Ergebnisse der laufenden Letalitätseinschätzungen hängen von der Abdeckung entsprechender Bevölkerungsgruppen durch die Testung ab. Beispielsweise hat die Republik Korea eine umfassende Strategie der SARS-CoV-2-Testung implementiert. Dies hat zur Entdeckung einer grösseren Anzahl von SARS-CoV-2-positiven Individuen mit leichter Symptomatik geführt, was zum niedrigeren Schätzwert der Letalität im Vergleich zu Italien beigetragen hat: 1,0% vs. 7,2% [4]. Dies gilt auch für die Bundesrepublik Deutschland (COVID-19-Letalität 0,7-1,2%), wo die Testung frühzeitig eingeleitet wurde [10,11]. Schätzungsweise ist die Letalität von COVID-19 mit der der Spanischen Grippe von 1918 (2-3%) vergleichbar [12]. Unter Berücksichtigung der aktuellen Datenlage und des oben erwähnten Bias kann die tatsächliche COVID-19-Letalität niedriger sein. „Die Angst ist völlig übertrieben“ [13].
Influenza breitet sich bei den jährlichen Ausbrüchen über die ganze Welt aus und verursacht Millionen schwerer Krankheitsfälle. Vermutlich sterben 250-500.000 Menschen jährlich an der saisonalen Grippe, was eine Unterschätzung sein kann [14]. Die Influenzapandemien gingen mit Millionen von Todesfällen einher [15]. Die Wirksamkeit von Reisebeschränkungen, Quarantänen, Kontaktverfolgungen usw. erscheint fraglich, da sich SARS-CoV-2 bereits weltweit verbreitet, wie es die Influenza in der Vergangenheit wiederholt tat. Historische Daten weisen darauf hin, dass sich die Geschwindigkeit der Grippeausbreitung trotz der Zunahme von Fernreisen und zwischenmenschlichen Kontakten nicht änderte [15].
Es gibt eine begründete Meinung, dass es ungerechtfertigt ist, den Zugang zur natürlichen Immunität insbesondere von jüngeren Leuten zu sperren. Schulschliessungen würden die Entwicklung einer Herdenimmunität verhindern. Kinder, junge Erwachsene und viele andere Menschen können ihre eigene Immunantwort auf SARS-CoV2 entwickeln, wobei das Risiko akzeptabel bleibt [16]. Eine aktuelle Gefahr in der heutigen Vorgehensweise verschiedener Nationen besteht darin, dass die Länder, die mit den strengsten Massnahmen ergreifen, mit einem durchschnittlich schwächeren Schutz gegen COVID-19 durch die natürliche Immunität verbleiben.
Der wirtschaftliche Schaden durch übermässige anti-epidemische Massnahmen und Sperrungen kann die öffentliche Gesundheit stärker schädigen als SARS-CoV-2 selbst. Nach Einschätzungen könnte COVID-19 samt Bekämpfungsmassnahmen der Weltwirtschaft um 2,7 Trillionen US-Dollar an Produktionsausfall kosten [17]. Immer mehr Menschen verlieren ihre Arbeit. Die irrationale Verwendung von Gesundheitsressourcen behindert die planmässige Patientenfürsorge. Krebsoperationen werden auf unbestimmte Zeit verschoben [18,19]. Rückblickend kann der resultierende Mortalitätsanstieg fälschlicherweise der Coronavirus-Krankheit zugeschrieben werden.
Trotz alledem sind individuelle Schutzmassnahmen durchaus sinnvoll: bei Krankheit zu Hause bleiben, Hustenetikette, häufiges Händewaschen usw. Die Kombination von Händehygiene mit Gesichtsmasken zeigte eine statistisch signifikante Wirksamkeit gegen Influenza [20]. Die Massenverwendung von Gesichtsmasken ist allerdings umstritten. Insbesondere bei älteren bzw. pulmonal kompromittierten Menschen können die Masken bei längeren Tragezeiten wegen eines erhöhten Atemwiderstandes und der Rückatmung von Kohlendioxid negative Auswirkungen haben [21]. Die WHO empfiehlt derzeit, dass nur diejenigen Leute die Gesichtsmasken tragen, die respiratorische Symptome haben oder Patienten mit solchen Symptomen pflegen [22].
Literatur
1. Chen X, Yu B. First two months of the 2019 Coronavirus Disease (COVID-19) epidemic in China: real-time surveillance and evaluation with a second derivative model. Glob Health Res Policy. 2020;5:7.
2. Yi Y, Lagniton PNP, Ye S, et al. COVID-19: what has been learned and to be learned about the novel coronavirus disease. Int J Biol Sci. 2020;16:1753-66.
4. Onder G, Rezza G, Brusaferro S. Case-fatality rate and characteristics of patients dying in relation to COVID-19 in Italy. JAMA. 2020; https://doi.org/10.1001/jama.2020.4683
5. Day M. Covid-19: four fifths of cases are asymptomatic, China figures indicate. BMJ. 2020;369:m1375.
6. Remuzzi A, Remuzzi G. COVID-19 and Italy: what next? Lancet. 2020;395:1225-8.
7. Lai CC, Liu YH, Wang CY, et al. Asymptomatic carrier state, acute respiratory disease, and pneumonia due to severe acute respiratory syndrome coronavirus 2 (SARS-CoV-2): Facts and myths. J Microbiol Immunol Infect. 2020; https://doi.org/10.1016/j.jmii.2020.02.012
8. Robert Koch Institut Empfehlungen zum Umgang mit SARS-CoV-2-infizierten Verstorbenen. Stand: 07.04.2020. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Verstorbene.html
9. Hanley B, Lucas SB, Youd E, et al. Autopsy in suspected COVID-19 cases. J Clin Pathol. 2020; https://doi.org/10.1136/jclinpath-2020-206522
10. Omer SB, Malani P, del Rio P. The COVID-19 pandemic in the US. A clinical update. JAMA. 2020; https://doi.org/10.1001/jama.2020.5788
11. Stafford N. Covid-19: Why Germany’s case fatality rate seems so low. BMJ. 2020;369:m1395.
12. Moura da Silva AA. On the possibility of interrupting the coronavirus (COVID-19) epidemic based on the best available scientific evidence. Rev Bras Epidemiol. 2020;23:e200021.
13. Rechtsmediziner Klaus Püschel zum Coronavirus: „Angst ist völlig übertrieben“ 21. April 2020; https://www.sat1regional.de/rechtsmediziner-klaus-pueschel-zum-coronavirus-angst-ist-voellig-uebertrieben/ [25.04.2020].
14. Iuliano AD, Roguski KM, Chang HH, et al. Estimates of global seasonal influenza-associated respiratory mortality: a modelling study. Lancet. 2018;391:1285-300.
15. MacKellar L. Pandemic influenza: a review. Laxenburg: IIASA, 2007.
16. Hart EM. Is it ethical to impede access to natural immunity? The case of SARS-CoV2. BMJ Rapid Response. 2020; https://www.bmj.com/content/368/bmj.m1089/rr-6
17. Kickbusch I, Leung GM, Bhutta ZA, et al. Covid-19: how a virus is turning the world upside down. BMJ. 2020;369:m1336.
18. Nelson B. Covid-19 is shattering US cancer care. BMJ. 2020;369:m1544.
19. Oliver, D. Covid-19 will make us stop some activities for good. BMJ. 2020; 369:m1148.
20. Wong VW, Cowling BJ, Aiello AE. Hand hygiene and risk of influenza virus infections in the community: a systematic review and meta-analysis. Epidemiol Infect. 2014;142:922-32.
21. Butz U. Rückatmung von Kohlendioxid bei Verwendung von Operationsmasken als hygienischer Mundschutz an medizinischem Fachpersonal. Dissertation. TU München, 2005.
22. World Health Organization. Advice on the use of masks in the context of COVID-19. Interim guidance 6 April 2020.

Adventszeit, Weihnachten, Neujahr, Dreikönigsfest: nun beginnt die Zeit des Schlemmens wieder. Und mancher stellt sich zurecht die Frage: „Was sagen meine Blutfettwerte – darf ich nach Lust und Laune essen, oder muss ich aufpassen?“ Ist der Cholesterinspiegel dauerhaft erhöht, kann es zu Ablagerungen in den Arterien und in der Folge zu ihrer Verkalkung, zum Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Aber ab wann ist er zu hoch?

Der Referenzwert des Gesamtcholesterins liegt bei 200mg/dl. Wichtig zu wissen sind jedoch die Werte der einzelnen Bestandteile, des sogenannten „schlechten“ LDL wie „guten“ HDL und die neuen medizinischen Empfehlungen! Es geht nicht mehr vorrangig um den Cholesteringehalt der Nahrung – das Hühnerei ist rehabilitiert – sondern viel mehr um deren Gehalt an gesättigten und ungesättigten trans-Fetten. Sie sind es, die unser Cholesterin verändern und sie kommen vor allem industriell hergestellten Lebensmittel vor, in Frittiertem und Backwaren, in Keksen und Kartoffelchips, in Blätterteig, Instantsuppen und auch in den als gesund angepriesenen Frühstücksflocken. Neben diesen trans-Fetten hat das Verhältnis der Gesamt-Kalorienmenge zu unserer körperlichen Aktivität einen wesentlichen Einfluss auf unser Cholesterin!

Der Cholesterinspiegel lässt sich heute schnell und präzise durch eine Blutuntersuchung ermitteln – schon wenig später wissen Sie, wie es um Ihre Blutfette steht. Damit Sie gesund durch die anstehenden Schlemmerwochen kommen, bieten wir vom 1.-31. Dezember eine Bestimmung Ihres Cholesterinspiegels für 30€ an.

Durchfall, Bauchschmerzen und/ oder Blähungen, Übelkeit und Erbrechen – diese Symptome können auf eine Infektion mit „Giardia lamblia“ hinweisen, einem Parasiten, der sowohl Menschen als auch viele Tierarten befällt und fäkal-oral übertragen wird.

Das heißt, die Zysten (widerstandsfähige Dauerformen) der einzelligen Giardien, auch Lamblien genannt, werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Übertragung von Mensch zu Mensch geschieht durch unzureichende Hygiene, zum Beispiel, wenn die Hände nach der Toilettenbenutzung nicht ausreichend gereinigt werden. Indirekt steckt man sich durch verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel, wie Rohkost aus Freilandanbau, sowie durch schwimmen in verschmutzten Gewässern an. 

Weiterlesen: Giardiasis

Auch wenn man es vor sich herschiebt oder am liebsten gar nicht daran denkt: Das Thema Darmkrebsvorsorge geht jeden von uns an. Natürlich ist die Untersuchung eine sensible und intime Sache, doch sie kann lebensrettend sein.

Da Darmkrebs kein einheitliches Krankheitsbild ist, sondern viele verschiedene Symptome auslösen kann, wird er oft nicht oder zu spät erkannt. Wichtig für die Früherkennung von Darmkrebs sind Vorsorgeuntersuchungen für Patienten ab dem 50. Lebensjahr. Dadurch kann der behandelnde Arzt das Darmkrebsrisiko einschätzen und im Verdachtsfall weitere Untersuchungen durchführen.
Zur Vorsorge gehört das Abtasten des Mastdarms im Rahmen einer allgemeinen körperlichen Untersuchung und eine Laboranalyse des Stuhls auf nicht sichtbares Blut. Alle 5 Jahre sollte man eine vollständige Darmspiegelung machen lassen.

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft verringert zudem eine gesunde Lebensweise die Gefahr von Darmkrebs. Dazu gehören:

  • eine vollwertige Ernährung mit viel Gemüse, etwas Obst, Fisch und Bio-Geflügel, Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Distel-, Lein-, Oliven- oder Sonnenblumenöl
  • wenig tierische Fette und rotes Muskelfleisch
  • ein regelmäßiger Stuhlgang
  • Normalgewicht
  • viel Bewegung im Alltag und sportliche Aktivität
  • Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden

Völlig verhindern lässt sich Darmkrebs durch diese Maßnahmen allerdings nicht, da neben der erblichen Vorbelastung auch weitere, unbekannte Faktoren eine Rolle spielen. Deshalb ist eine Vorsorgeuntersuchung auch für Menschen, die gesund leben, wichtig.

publiziert im Fuerteventura Magazin HOY

Fettpolster an Hüfte und Po sind vielleicht nicht schön, gefährlicher für unsere Gesundheit ist jedoch ein dicker, auch nicht schöner Bauch. In unserem Körper gibt es zwei Arten von Fettgewebe. Das subkutane, also unter der Haut gelegene Fett ist von außen zum Beispiel an Po und Hüfte sichtbar. Es ist ein ziemlich passives Gewebe, das hauptsächlich als Energiespeicher für schlechte Zeiten dient und uns warm hält. 

Das viszerale Fett bildet sich in der Bauchhöhle rund um die Organe. Zuviel davon steigert das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes mellitus, was in Herzinfarkt und Schlaganfall münden kann. Um herauszufinden, wie es mit dem eigenen Körper aussieht, ist der berühmte Body-Mass-Index, kurz BMI, ungeeignet, da er nicht die Verteilung des Körperfetts berücksichtigt. Menschen mit Normalgewicht, die jedoch einen großen Bauchumfang haben, sind also trotz ihres BMI-Werts <25 gefährdet. Eine einfache Methode ist das Messen mit einem Maßband: Liegt der Taillenumfang beim Mann über 102cm und bei der Frau über 88cm, hat das Bauchfett ein kritisches Ausmaß erreicht. 

Die gute Nachricht: Wenn der Körper Energie braucht, baut er als erstes sein Viszeralfett ab. Sport, eine ausgewogene, nicht zu kalorienreiche Ernährung und vor allem möglichst viel Bewegung im Alltag lassen die Pfunde schmelzen. Hat man 100 Gramm Viszeralfett verbraucht, ist die Taille schon rund einen Zentimeter schlanker und man selbst ein Stück gesünder.

publiziert im Fuerteventura Magazin HOY 

Eine Obst- und Fruchtdiät eignet sich nicht zum Abspecken!

Ein ‚Smoothie‘ am Morgen ist eine gute Sache – solange man mit dem frischen Fruchtcocktail nicht abnehmen will…

Süße Früchte enthalten, vor allem in getrockneter Form, hochkonzentriert Fruchtzucker. Das klingt zwar gesünder als „Zucker“, jedoch ist Fructose, genau wie Glucose, ein Einfachzucker (unser Tafelzucker ist übrigens eine 1:1 Mischung aus beiden).

Schlimmer noch: Während Glucose über Verdauungstrakt und Blutbahn rasch an die Stellen gelangt, wo sie durch Energieverbrauch gerade benötigt wird, wie zum Beispiel im Gehirn, im Muskelgewebe und später auch im Fettgewebe, 'fließt' die Fructose unreguliert dorthin, wo die Konzentration gerade niedriger ist. Und ohne, dass sie dort gebraucht würde.

Rund 90% der Fructose, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen, gelangt in die Leber und wird hier in ihre Einzelteile zerlegt. Einige dieser Teilchen, die sogenannten Triglyceride (die übrigens auch durch den Zucker im Alkohol entstehen), lagern sich als Depotfett sowohl in der Leber ab, als auch in der Muskulatur, wo es als Energiespeicher für schlechte Zeiten dient. Einfach gesagt: Da wir heute weder schwere körperliche Arbeit verrichten, noch harte Winter überstehen müssen, bleibt uns dieses Depotfett als Übergewicht erhalten.

Wer Abspecken will, sollte eine Diät mit frischen Salaten und Gemüsen der Saison machen, nicht mit Frucht-Smoothies!

publiziert im Fuerteventura Magazin HOY

Diabetes mellitus ist weltweit auf dem Vormarsch. Wie früher die Infektionskrankheiten, so breitet sich diese Stoffwechselkrankheit in Industrienationen aus. Je dicker die Menschen werden, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie an einem Diabetes mellitus Typ 2 erkranken. Aber auch die genetisch bedingte Form, Diabetes mellitus Typ 1, nimmt zu.
Diabetes mellitus bezeichnet eine Störung im Insulinhaushalt und damit des Zuckerstoffwechsels, was zu einem erhöhten Glukosespiegel im Blut führt. Als Grenzwert für einen Diabetes gilt ein Blutzuckerspiegel von ≧ 200mg/dl venösem Blut zu einem beliebigen Zeitpunkt am Tag. Nüchtern gemessen, liegt der Grenzwert bei 126 mg/dl.
Spricht man von „Diabetes“, ist meist ein Diabetes mellitus Typ 2 gemeint, die bei weitem häufigste Form. Bei älteren Menschen und Schwangeren kommt es vor, dass in der Bauchspeicheldrüse weniger Insulin als nötigt produziert wird, also Insulinmangel herrscht. 
In der Spätphase eines Diabetes mellitus Typ 2 sowie beim Metabolischen Syndrom, mit dem man starkes Übergewicht, ‚entgleisten’ Zucker- und Fettstoffwechsel sowie Bluthochdruck benennt, ist zwar genügend Insulin vorhanden, dessen Wirkung jedoch eingeschränkt. Dieser Zustand wird als Insulinresistenz bezeichnet. Da sich diese oft durch unbestimmte Symptome wie Müdigkeit, Schwäche oder Hungergefühl bemerkbar macht, wird ein Typ 2-Diabetes meist zufällig bei einer Laboruntersuchung durch den Arzt entdeckt. 
Als klassische Risikofaktoren, durch die sich die Krankheit manifestiert, gelten Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen. 
Mit einer bewussten Ernährung und regelmäßiger körperliche Aktivität lässt sich die Krankheit deutlich beeinflussen, die Medikamenteneinnahme reduzieren und die Einstellung des Blutzuckers besser steuern. Die gefürchteten Unterzuckerungen, die mit Schwächeanfällen, Muskelzittern, Herzklopfen, innerer Unruhe, Schweißausbrüchen, Verwirrtheit sowie Störungen der Bewegungskoordination, Orientierung und Konzentration einher gehen, werden seltener.
 
publiziert im Fuerteventura Magazin HOY

Schätzungsweise sind weltweit etwa 210 Millionen Patienten an COPD erkrankt, laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist sie die dritthäufigste Todesursache überhaupt.

Die Abkürzung COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease (dt.: chronisch obstruktive Lungenkrankheit). Warnhinweise wie andauernde Atembeschwerden und anhaltender Husten in Verbindung mit zähflüssigem Schleim sind die Vorboten für eine chronische Entzündung der Atemwege. 

Die Ursache sind Schadstoffe, wie sie zum Beispiel im Zigarettenrauch oder Feinstaub vorkommen, die sich in der Lunge festsetzen und dort entzündliche Prozesse auslösen. Solange die Symptome sporadisch auftreten, können sich die Veränderungen der Lunge noch zurückbilden, sofern die Ursache beseitigt wird. Wenn nicht, kann sich aus der chronischen Bronchitis eine COPD entwickeln. Es kommt zum schrittweisen Abbau der Lungenbläschen (Lungenemphysem), was zu einer Überblähung der Lunge (Hyperinflation) führt. Sie verliert zunehmend ihre Funktionsfähigkeit, das Atmen fällt den Betroffenen schwerer und durch die Luftnot lässt ihre Leistungsfähigkeit entsprechend nach. Zu Beginn macht sich das vor allem bei Anstrengungen bemerkbar, in einem fortgeschrittenen Stadium auch im Ruhezustand.

Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit ist nicht heilbar, jedoch gibt es in allen Stadien medizinisch-therapeutische Möglichkeiten, die das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Der erste und wichtigste Schritt ist ein sofortiger Rauch-Stopp, ohne diesen ist jede weitere Behandlung sinnlos. 

Die Therapie besteht aus der Einnahme bestimmter Medikamente, körperlichen Aktivitäten, einer Atemtherapie, einer Ernährungsumstellung sowie verschiedener vorbeugender Maßnahmen.

Werden diese medizinischen Anleitungen strikt befolgt, hat der Patient eine gute Chance, seine Lungengesundheit zu erhalten oder sogar zu verbessern.

publiziert im Fuerteventura Magazin HOY

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